Musikantentreffen 2009

vom 29. Mai - 1. Juni in Markt Wald

Zum 16. Mal konnten wir in Markt Wald unser Musikantentreffen feiern und wieder ein rauschendes Fest erleben. Die Eindrücke waren in diesem Jahr besonders intensiv und unser größter Wunsch, der auch Antrieb für unsere gesammte Arbeit ist, wurde auf diesem Fest mehr als erfüllt: Menschen aus verschiedensten Kulturen, Berufen und Musikrichtungen trafen sich und es gab intensiven Austausch auf musikalischer, menschlicher und seelischer Ebene. Uns kam es vor, als könne man nicht glücklicher sein, als in diesen Tagen.......

Es ist nicht möglich, die dichte Atmosphäre und die vielen schönen und intensiven Begegnungen in Bildern auf dieser Website wiederzugeben. Und doch schreiben wir hier einen kleinen Bericht über diese wunderschönen Tage in Markt Wald, damit die Erinerungen und die Empfindungen noch möglichst lange in uns und Euch, den Teilnehmern, wach bleiben......

Auch in diesem Jahr gab es wieder einige neue Referenten und neue Kursthemen. Eine Tatsache, die nicht nur für die Teilnehmer spannend ist, sondern auch bei uns für großes Herzklopfen sorgt. Wie werden die “Neuen” sein, was werden sie zum Kurs beitragen und wie wird der Unterricht sein?

 


Die Eröffnung in der großen, geschmückten Turnhalle der Grundschule Markt Wald ist daher auch für uns immer sehr spannend. Um so schöner ist es, wenn man sehen, hören und erleben kann, was die einzelnen Referenten in ihren Gruppen machen werden.

 

 

 

Nach der ersten Kurseinheit und dem Kennenlernen in den Gruppen trafen sich alle in der Turnhalle, um den ersten Abend des Musikantentreffens mit Musik, Tanz und gemütlichem Erzählen ausklingen zu lassen.

 

 

 

 

 

In den nächsten Tagen wurde dann in den einzelnen Gruppen intensiv gearbeitet......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie schon in den letzten Jahren lag der Schwerpunkt auch heuer wieder bei den Ensemblegruppen, die mit bunt gemischtem Instrumentarium aufwarten konnten. Dadurch war eine unglaubliche Vielfalt an Arrangements und Klängen möglich.

 

Wenn man Tanzmusik spielt, muß man natürlich auch wissen, wie die einzelnen Tänze getanzt werden, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie schnell man spielen darf, wo die Pausen und wo die Betonungen in der Musik sein müssen, damit die Beine der Tänzer leichter in Bewegung kommen.

 

 

Beim “Hungertanzen” am Nachmittag (vor dem Abendessen) zeigten dann schon die ersten Gruppen, wie sich das Gelernte in der Praxis verwirklichen läßt.

 

 

 

 

 

In seiner ruhigen und humorvollen Art erklärte Alan die einzelnen Tänze. Und Tänzer und Musiker hatten im Anschluß große Freude miteinander.

 

 

Ein erster Höhepukt des Musikantentreffens ist immer die Eröffnung der “Sonderausstellung” im Untergeschoß der Schule.

In diesem Jahr hatten Christoph Pelgen und unsere Mitarbeiterin Eva Füger eine interessante Präsentation vorbereitet, die sich dem Thema “Ukulele” widmete. Auf ansprechende Art und Weise erklärte Christoph die Geschichte der Entstehung dieses Instrumentes, zeigte verschiedenste Instrumente, ließ die alte Musik auf einem Gramophon erklingen und spielte und sang zusammen mit Eva Schlager mit witzigen Texten.

 

 

Neben witzigen Fotos wurde natürlich auch der Bau der Ukulele gezeigt, so daß von der Entstehung des Instrumentes bis hin zu Pinups und Werbeplakaten alles zu diesem Thema zu sehen und zu hören war.

 

 

 

 

 

Anhand von Einzelteilen konnte man auf der Werkbank sehen, wie sich eine Ukulele zusammen bauen läßt. Auch ein kleiner Videoclip veranschaulichte diese Arbeit im Zeitraffer.

Für Interessierte gab es eine gut erklärte Wand mit Akkordgriffen und Tabellen und natürlich Instrumenten zum Ausprobieren. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt!!! Wem das Warten auf ein freies Probierinstrument zu lang wurde, konnte auf großen Papierbögen malen, was ihm zum Thema Ukulele einfiel. Hier waren besonders die Kinder sehr kreativ und sorgten mit ihren Bildern für noch mehr Heiterkeit in der Ausstellung.

 

 

Im Erdgeschoß der Schule gab es wieder eine große Instrumentenausstellung, zu der einige Harfenbauer, aber auch Gitarren- Nasenflöten- und Dudelsackbauer angereist waren. Auch Noten und Tonträger wurden angeboten, so daß es viel zu sehen gab.

 

Es wurde rege ausprobiert, beraten und diskutiert.....denn selten hat man als Instrumentenbauer so viel Zeit, mit Interessierten zu sprechen, wie auf einer Ausstellung.

 

 

Den musikalischen Bazar am Samstag nutzten in diesem Jahr sehr viele Besucher von außerhalb, um zu sehen und zu hören, was während unseres Musikantentreffens in der Grundschule Markt Wald alles passiert. So traf der walisische Harfenspieler Robin Huw Bowen den Sohn eines der letzten  Tripple-harp-player von Wales, von dem er selber viele Melodien spielt. Die Freude über diese und andere Begegnungen stand allen ins Gesicht geschrieben.

 

Über all dem Feiern wurde das Arbeiten in den Gruppen  aber nicht vernachläßigt und unsere Referenten gaben alles, um Finger und Stimmen der Teilnehmer zu schulen und in harmonische Bahnen zu lenken.

 

 

 

 

 

Die vielen Aktivitäten gingen natürlich nicht spurlos an uns allen vorüber....

 

Und doch war der Abschlußabend in der Klangwerkstatt wieder der Höhepunkt unseres Musikantentreffens. Denn hier, in familierer Atmosphäre, konnte jeder sein Instrument nehmen und bei den vielen “Sessions” mitspielen, das Tanzbein schwingen, dem Chorgesang unter den großen Eschen lauschen, leichte oder tiefsinnige Gespräche beim Feuer führen, oder die vielseitigste Musik in der alten Gaststube genießen.

Der Himmel über Markt Wald färbte sich schon mit zartem Morgenrot, als die Letzten endlich den Weg ins Bett fanden.

Wie fast jedes Jahr empfanden wir das Musikantentreffen heuer als das schönste, was wir je erleben durften...... Und in vielerlei Hinsicht war es das sicherlich, denn es wurden so viele neue Freundschaften geschloßen, alte erneuert und gute Musik gespielt, wie schon lange nicht mehr.

Der gute Geist, der uns hier in Markt Wald bei all unserem Schaffen von Anfang an begleitet, war auch in diesem Jahr wieder dabei und ließ uns alle ein wunderschönes Fest erleben. Wir sind tief erfüllt mit reichen Begegnungen, mit Musik, die uns nicht mehr aus dem Kopf will und vor allem mit vielen unendlich schönen Erinnerungen.

Wir freuen uns jetzt schon wieder auf das nächste Musikantentreffen 2010 und wünschen uns bis dahin, daß viele der Teilnehmer und Referenten die Musik und das Erlebte dieser Tage weitertragen und mit anderen teilen!!!!

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen unseren Referenten und auch allen fleißigen Helfern in der Klangwerkstattküche, beim Kiosk in der Schule, beim Auf- und Abbau und und und, ohne die wir unser Musikantentreffen in dieser Form nicht durchführen könnten. VIELEN DANK!!!