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Der Harfenknoten
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Jetzt wird ein ganz normaler Knoten (ein einfacher Schlag) in großem, knickfreiem Bogen in die Saite geschlungen.
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Dieser Knoten wird mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand zum umgeknickten Saitenende verschoben......
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...bis dieses in die große Öffnung des Knotens zu liegen kommt.
Hier ein kleiner Tipp:
Mit der linken Hand halte ich die Hälfte des umgeknickten Saitenendes verdeckt, so daß der
Knoten, wenn ich ihn bis zu den Fingern der linken Hand verschoben habe, genau mittig auf dem umgeknickten Saitenende zu liegen kommt.
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Nun wird der Knoten fest zugezogen, damit er sich schon mal an die engen Biegungen gewöhnt.
Erst jetzt öffnet man ihn wieder leicht, damit man etwas Steifes (Schaschlikspieß, Draht,
Wäscheleine, Nagel etc.) zur Unterstützung des umgeknickten Saitenendes in den Knoten legen kann.
Direkt in den Knoten!!!
Nicht in die Schlinge, die durch das Umknicken des Saitenendes entstanden ist und hier links zu sehen ist.
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Zusammen mit dem eingelegten, versteifenden Zusatz sollte der Knoten richtig fest zugezogen werden. Je fester der Knoten hier zugezogen wird, um so schneller wird die Saite die Stimmung halten.
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Ist der Knoten so weit vorbereitet, wird erneut ein Knoten in die Saite geschlagen.
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Dieser Knoten sollte genauso gelegt werden, wie der erste, damit die Windungen einen guten Verlauf haben und keine unnötigen Knicke in die Saite kommen.
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Dieser zweite Knoten wird -wie beim ersten Knoten auch- mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand in Richtung vorbereitetem ersten Knoten verschoben. Und zwar so, daß sowohl das umgeknickte Saitenende, als auch der versteifende Zusatz in den Knoten zu liegen kommen und mit eingeknotet werden.
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Nun auch diesen zweiten Knoten fest zuziehen!!!
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Nachdem nun der Knoten in der Saite ist, geht es daran, die Saite aufzuspannen. Damit auf allen Bildern die Saite gut zu sehen ist, haben wir teilweise eine schwarze Saite genommen, auch wenn die d’’’-Saite natürlich eine durchsichtige Saite ist.
Zuerst wird die Saite vorsichtig aus der Decke herausgezogen, wobei man darauf achten sollte, die Saite möglichst so aus der Decke zu ziehen, wie auch das Loch gebohrt wurde. Bei unseren Harfen rechtwinklig zur Decke.
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Erst wenn der Knoten innen an der Decke anliegt, zieht man die Saite nach oben zum
Harfenhals und hält sie dort an die Position, an der man sie aufwickeln möchte.
Etwa 4 Finger (auch bei schmalen Fingern brauchen es nicht mehr sein) über dem Wirbel, auf den die Saite aufgewickelt werden soll,
schneidet man die Saite ab. Bei den langen umsponnenen Saiten sind 2, max. 3 Finger ausreichend.
Beim Abschneiden ist darauf zu achten, daß man am die Seite möglichst beidseitig des Schnittes festhält, damit einem nicht der abgeschnittene Teil davonspringt bzw. die aufzuspannende Saite durch das Gewicht des Knotens zurück in den Korpus rutscht.
Nun wird die Saite ca.1cm weit durch das Loch im Wirbel hindurchgesteckt und dieses kleine Ende zum Hals hin auf den Wirbel gebogen.
Am besten geht das mit dem Zeigefinger der rechten Hand.
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Nun legt man mit der linken Hand die Saite in einem Bogen auf den Wirbel, während man das ca.1cm lange Saitenende immer noch mit dem Zeigefinger auf dem Wirbel festhält.
Jetzt kann man die Saite mit dem Fingernagel des rechten Zeigefingers auf das Saitenende ziehen und dann mit der linken Hand die Saite weiter um den Wirbel nach unten herumführen und dann leicht unter Spannung nehmen.
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Hier wurde die Saite leicht unter Spannung genommen und dabei mit dem Daumen der linken Hand bis ganz zum Holz gedrückt, so daß die Saite diagonal über das Saitenende und den Wirbel zu liegen kommt.
Wenn die Saite unter leichter Spannung gehalten wird, kann man den Zeigefinger der rechten Hand vom Wirbel nehmen, ohne daß einem die Saite vom Wirbel springt, denn das umgelegte Saitenende wird ja durch die um den Wirbel geführte Saite gehalten.
Die Spannung darf weder zu groß noch zu klein sein, sonst zieht man entweder alles aus dem Wirbel oder die Saite rutscht vom Saitenende.
Wichtig ist an dieser Stelle auch, daß die Saite unterhalb des Wirbels bis ganz zum Holz geführt wird und der diagonale Verlauf über das Saitenende zustande kommt.
Ist dieser verzwickte Schritt gelungen, kann man mit der rechten Hand den Stimmschlüssel auf den Wirbel stecken und leicht zu drehen beginnen. (Auf den Griff des Stimmschlüssels geschaut dreht man ihn im Uhrzeigersinn).
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Während man langsam die Saite auf den Wirbel wickelt kann man mit der linken Hand die Saite vorsichtig vom Holz lösen, so daß die Saite nicht weiter diagonal über den Wirbel sondern parallel zum Hals verläuft.
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Bei diesem Wickeln sollte die linke Hand immer unterhalb des Wirbels bleiben, so daß die Sicht auf den Wirbel nicht verdeckt wird. Dies ist auch recht einfach zu machen, wenn die
Saite beständig unter leichter Spannung gehalten wird.
Einmal kurz die Spannung los gelassen und man beginnt wieder ganz von Vorne.
Günstig ist es für die Stimmhaltigkeit der Harfe, wenn das Saitenende mindestens 2 mal überwickelt wird. Wenn man schon 2 mal überwickelt hat, kann man mal die Spannung etwas erhöhen und dabei das Saitenende auf dem Wirbel leicht verrutschen, so daß es diagonal auf dem Wirbel zu liegen kommt. Dies ist nicht zwingend nötig, macht aber das weitere Wickeln etwas leichter.
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Hier sieht man noch mal deutlich, daß die linke Hand beständig unter dem Wirbel bleibt und auch dafür sorgt, daß eine Bahn neben der anderen langsam zum Holz hin aufgewickelt wird.
Nicht ganz so gut zu sehen ist, daß das
Saitenende schon etwas diagonal auf dem Wirbel liegt.
Wichtig ist, daß die einzelnen Windungen zum Holz hin aufgewickelt werden.
Würde man die Saite nach außen wickeln, würde sie möglicherweise irgendwann außen herunterrutschen bzw. die Saite würden den
Wirbel immer aus dem Hals herausdrücken, so daß dieser locker werden kann.
Auf diesem Bild ist gut zu sehen, wie die linke Hand die Saite beständig unter Spannung hält, währen sie immer freie Sicht auf den Wirbel läßt, so daß man stets gut sehen kann, daß die einzelnen Wicklungen dicht an dicht liegen und man Bahn um Bahn Richtung Holz aufwickelt.
Wenn die Saite dann leicht straff wird, muß man sie noch zwischen die Halbtonmechaniken fädeln und auf den Umlenkstift (Stegstift) legen und dann endgültig spannen
Die fertig aufgewickelte und gespannte Saite läuft ca. 3-4 mal um den Wirbel und das Saitenende verläuft unter den Wicklungen diagonal.
Bei den umsponnenen Saiten kann man noch darauf achten, daß die letzte Wicklung nicht mehr über das Saitenende läuft, sondern sich ganz rund um den Wirbel legt. Dadurch wird die Saite geschont, sie läßt sich gleichmäßig stimmen und sie wird am Wirbel nicht so schnell reißen, denn jeder überflüssige Knick ist eine Gefahrenstelle, was das Reißen angeht.
Wir hoffen, daß nun alles wieder in Erinnerung gerufen wurde und wünschen viel Glück beim Knoten, Aufspannen und Stimmen.
Am meisten aber wünschen wir viel Freude beim Spielen!!!!