25. Steirische Harfenwoche

vom 11. - 17. Juli 2010

Die Steirische Harfenwoche ist schon fast eine Institution des Steirischen Volksliedwerkes, denn in diesem Jahr feierte sie ihr 25 jähriges Jubiläum. Die äußeren Umstände waren allerdings nicht ganz einfach, denn das Jugendgästehaus in Seckau, wo wir im vergangenen Jahr gewesen waren, komplimentierte den Kurs recht kurzfristig zugunsten einer anderen, länger bleibenden Gruppe hinaus und so mußten wir quasi als “Notunterkunft” im Jugendgästehaus in Judenburg Quartier beziehen. Die weit auseinander liegenden Räumlichkeiten und auch die  “Gastfreundschaft” des Hauses waren anfänglich etwas verwirrend und schwer zu erfassen, aber sowohl die Referenten, als auch die Teilnehmer machten das Beste aus der Situation und so wurde der Kurs von Tag zu Tag schöner.

 

 

Die Instrumentenbauwerkstatt konnten wir uns in einem wunderschönen Gewölbe einrichten, dessen Tür direkt in den romantischen Innenhof des ehemaligen Klosters mündete.

 

 

 

 

 

 

Tagsüber waren hier die schattigen Plätze immer mit übenden Harfenspielern der Harfenspielkurse belegt und wir, die wir im kühlen Inneren des Gebäudes bauten, genossen die hereindringenden Klänge in vollen Zügen.

Auch der “Kinderschluß”, bei dem alle Kursteilnehmer den kleineren Kindern ein Gutenacht-Lied sangen, fand hier in diesem ruhigen Innenhof statt.

 

 

 

 

 

Außerhalb des Klosters, das im Zentrum der Altstadt von Judenburg gelegen ist, gab es einen kleinen Park mit Spielgeräten, die nicht nur die Kinder in den Pausen zum Ausruhen und Herumtoben benutzten....

Auch die größeren “Teenies” waren hier oft zu sehen.

 

Die Tage begannen wir immer in diesem kleinen Park mit einem Morgenkreis. Die Referentinnen der Harfenspielkurse hatten wieder schöne Lieder und Tänze ausgesucht, die wir teilweise auch zur Gestaltung der Jubiläumsmesse in der großen Kirche in Judenburg sangen.

Nach dem Morgenkreis gingen alle in ihre Spielkurse bzw. in den Baukurs. Und dann wurde überall kräftig gearbeitet. Während in den Spielkursen die Köpfe und Finger rauchten, stieg bei uns im Baukurs die Luftfeuchtigkeit in schwindelerregende Höhen, denn bei der sommerlichen Hitze von über 30° C kamen wir alle schnell ins Schwitzen.

Ob beim Aussägen der Schalllöcher oder beim Verzieren und Schnitzen, wir ließen uns die gute Laune durch die Wärme nicht vertreiben und genossen es sehr, wenn hin und wieder Harfentöne von draußen zu uns hereindrangen.

 

Die Kindergruppe hatte nämlich ihren Übungsraum im offenen Eingangsbereich des Jugendgästehauses und so konnten wir zwischendurch immer wieder Bruchstücke der Lieder hören, wenn die Raspeln und Hämmer mal für kurze Momente nicht den Ton in der Werkstatt angaben..

Aber auch in den anderen Gruppen wurde fleißig Musik gemacht.
In diesem Jahr stand der Kurs ganz im Zeichen der Gestirne, denn in Judenburg steht Österreichs modernstes Planetarium (welches wir auch besuchten) und es waren alle Zimmer im Jugendgästehaus nach Sternzeichen benannt. Da lag es nahe, auch den einzelnen Harfengruppen Sternen-Namen zu geben.
Besonders witzig war in diesem Zusammenhang der Name der Harfengruppe, in der vorwiegend die “ältere” Generation spielte. Sie nannte sich “Milchstraße”. Offiziell in Anlehnung an die grau werdenden Haare....... Aber vielleicht lag es auch daran, daß Andrea Hampl, die Leiterin der Steirischen Harfenwoche und auch Lehrerin dieser Gruppe ihren kleinen Sohn Jakob mitgebracht hatte, der noch gestillt werden mußte......

 

 

Der kleine Jakob war übrigens der “Star” des Kurses, denn mit seiner Fröhlichkeit fesselte er nicht nur die Kinder, sondern auch viele Erwachsene an sich. Franz, der Vater, wußte oft nicht so genau, auf welchem Arm sich Jakob gerade mal wieder amüsierte.

 

 

 

 

 

Der Höhepunkt des Kurses war das Abschlußkonzert und der anschließende Abend.
Im Innenhof des Klosters spielten über 50 Harfen Melodien aus der ganzen Welt und aus verschiedensten Epochen und die Zeit verging viel zu schnell.

Ganz besonders habe ich mich über das wundervolle Lied meiner Baukursteilnehmer gefreut, das sie still und heimlich eingeübt hatten und mir als Überraschung schenkten. Ein wirklich einzigartiges Geschenk!

Es wurde schon dämmrig und die ersten Sterne zeigten sich am Himmel, als die Titelmelodie der “Starwars-Filme”, von allen Harfen gemeinsam gespielt, zum gemütlichen Teil im Park vor den Klostermauern einlud.

Hier wurde noch musiziert und getanzt, bis in die frühen Morgenstunden.
 

Ganz besondere Erwähnung sollen an dieser Stelle natürlich auch die witzigen Einlagen der “Teenies” finden, die mit Linedance und anderen musikalischen Darbietungen einen wichtigen Beitrag zu diesem Abend leisteten.

 

 

 

 

Im Namen aller Teilnehmer bedanken wir uns an dieser Stelle bei Andrea, der es mit ihrem Engagement schon seit so vielen Jahren gelingt, diesen Kurs zu einem Höhepunkt im Jahreslauf zu machen.