Musikantentreffen 2007

vom 25. - 28. Mai 2007

Zum 14. Mal konnten wir über die Pfingstfeiertage mit über 100 Musikanten und Musikantinnen einige wunderschöne Tage in Markt Wald erleben. Für uns ist dieses Fest mit der vielen Musik, den schönen Begegnungen, dem Tanzen und Singen und all den vielfältigen Eindrücken der Höhepunkt in unserem Jahreslauf, denn es ist ein gemeinsam getragenes Fest von uns allen, die wir hier in Markt Wald für die Musik leben. Nicht nur unsere Instrumentenbauwerkstatt, sondern auch die Geigenbauwerkstatt von Dominik Hufnagl, die Musikschule von Theresia Hörl, Christoph Löcherbach und viele Nachbarn und Freunde sind an der Durchführung dieses großen Festes beteiligt und tragen zu dessen Gelingen bei. Am Wichtigsten sind aber natürlich die Referenten, die in ihren Gruppen so professionelle Arbeit leisten, daß alle Teilnehmer mit vielen neuen musikalischen Ideen, neuem Musikverständniss und vor allem großer Lust auf mehr wieder nach Hause fahren.

Natürlich können die folgenden Bilder nur einen kleinen Einblick in die Stimmung und das Geschehen dieser Tage geben, die von guten menschlichen und musikalischen Begegnungen geprägt waren.

 

Schon seit den ersten Anfängen versuchen wir immer wieder neue musikalische Richtungen in unseren Kurs zu integrieren. In diesem Jahr war es ein Kurs mit dem Thema “Salonmusikorchester”.
Eine bunte Mischung an Instrumenten fand sich ein und Uwe Rachuth, dem Referenten dieses Kurses, gelang es, alle Instrumente einzubeziehen und mit den Teilnehmern fetzige Tanzmusik und Schlager aus vergangenen Zeiten zu spielen, zu denen oft und gerne getanzt wurde.

 

 

 

Hier sieht man Uwe Rachuth ganz rechts an der Klarinette, wie er “spielend” sein Orchester leitet.

 

 

 

 

 

Aber auch im Chor, den anderen Ensemblegruppen und den vielen unterschiedlichen Harfenklassen wurde fleißig gearbeitet und gespielt.... oder besser: spielend gearbeitet.

 

 

 

Christoph Pelgen hatte sogar extra einen “Markt Wald Schottisch” komponiert.

 

 

 

 

 

 

Unser größtes Anliegen bei all unserer Arbeit und natürlich ganz besonders bei unserem Musikantentreffen ist es, Menschen durch die Musik zusammen zu führen, so daß das Gefühl von Gemeinschaft und der Kraft, die darin steckt, spürbar wird. So gibt es neben der intensiven Arbeit in den einzelnen Kursen immer noch andere Aktivitäten, die für alle offen sind.

 

 

War die intensive Kursarbeit beendet, dann gab es im Foyer der Schule die Möglichkeit, sich an Stehtischen mit Kaffe  und kleinen Leckereien zu stärken, an Bierbänken zu sitzen, Gespräche zu führen, Musik zu hören oder selber Musik zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht nur Musikanten mit langjähriger Spielerfahrung, sondern auch die Anfänger auf den Harfen gaben hier musikalisch ihr Bestes und wurden mit Beifall reichlich entlohnt.

 

 

 

 

 

 

 

Begleitet wurden die Harfenanfänger hier von Christine mit der Nasenflöte, einer kleinen Holzflöte, die mit einer Gummischnur an der Nase gehalten und deren Tonhöhe mit der Größe der Mundhöhle gestaltet wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber auch das “Hungersingen” und das “Hungertanzen”, beides Gemeinschaftsaktivitäten, die jeweils vor dem Mittagessen bzw. vor dem Abendessen stattfanden, wurden von fast allen Teilnehmern und Referenten besucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit großer Begeisterung zeigte Alan die Schritte der schottischen Kreistänze.

 

 

 

 

 

 

 

Wie jedes Jahr gab es wieder eine große Instrumenten- und Tonträgerausstellung, die von Teilnehmern und auswärtigen Besuchern rege zum Kauf und zur Information genutzt wurde.

 

 

 

 

Zusätzlich zu dieser Verkaufsausstellung gab es auch wieder eine Sonderausstellung im Untergeschoß der Schule. In diesem Jahr war es eine Kunstausstellung mit dem Thema “Kinder erleben Musik”. Die Exponate waren ausschließlich von Kindern der Grundschule Markt Wald und von Schülern des Dossenberger Gymnasiums aus Günzburg gestaltet. Erstaunlich, was sich die Kinder und die Lehrer einfallen ließen.

 

Während Musik zu hören war, malten die Kinder diese Bilder und versuchten, das Gehörte bildlich darzustellen. Gelb für die Geigen, Punkte für kurze Töne usw. Erstaunlich, wie differenziert und ausgewogen der Großteil dieser Bilder war, die von Kindern der 3. Klasse gemalt wurden.

 

 

 

 

Alle Schüler hatten in den Wochen vor Pfingsten unsere Werkstätten und die alte Gaststube in der Klangwerkstatt besucht und wir hatten ihnen viel gezeigt und natürlich auch mit ihnen zusammen musiziert.

 

 

 

 

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Frau Neumayer, der Direktorin der Markt Walder Grundschule, die uns immer die Räumlichkeiten der Schule zur Verfügung stellt und vor allem in diesem Jahr alle Kinder der Schule begeistert für die Kunstausstellung gewinnen konnte.

 

Auch in diesem Jahr gelang es, Jugendliche mit in den Kurs zu integrieren. Wenn auch nicht in einer speziellen Kindergruppe, so doch in einer Harfengruppe zusammen mit Erwachsenen.

 

 

Junge Menschen lernen einfach deutlich schneller als Erwachsene und so ist es eine große Herausforderung für die Referenten, alle Wünsche und die Lerngeschwindigkeit unter einen Hut zu bringen.

Maja Taube, die diesen schweren Kurs leitete und die erstmals bei unserem Musikantentreffen als Referentin dabei war, meisterte diese Herauasforderung grandios.

 

 

Der Höhepunkt unseres Musikantentreffens ist sicherlich immer wieder der Abschlußabend in der Klangwerkstatt. In allen größeren Räumen dieses über 400 Jahre alten Gebäudes, in unserer Instrumentenbauwerkstatt und im Garten wurde musiziert, gefeiert, getanzt, gesungen, erzählt und gelacht. Natürlich zeigten hier einzelne Gruppen, was sie in den letzten Tagen erarbeitet hatten, aber auch Gelegenheit zum spontanen miteinander Musizieren waren gegeben, so daß die Sonne schon wieder aufging, als die letzten den Weg zu ihren Quartieren antraten.

 

 

 

Für uns ist es ein Hochgenuß, wenn in der Werkstatt, in der sonst die Kreissäge kreischt und die Hobelmaschine dröhnt, sich an diesem Abend sanfte Harfentöne mit fetziger Geigenmusik mischen.

 

 

 

 

 

 

Oder die Streicher und Bläser des Salonmusikorchesters zum Rumba oder Foxtrott einladen....

 

 

 

 

 

 

während in der alten Gaststube die leisen und zarten Klänge der Metallsaitenharfen erklingen.

 

 

 

 

 

Es war wieder einmal ein rauschendes Fest, dessen Eindrücke und Erinnerungen uns das ganze Jahr über begleiten werden. Wir schöpfen viel Kraft aus diesen Tagen und freuen uns schon wieder auf das nächste Jahr, wenn -wie in diesem Jahr- nach vielen intensiven Begegnungen am Ende alle gemeinsam füreinander das Abschiedslied singen und damit gleichzeitig den Beginn der Planung für das kommende Musikantentreffen einläuten.