Baukurs in Ribbeck im Havelland

vom 20. - 23. Oktober 2011

Zum ersten Mal organisierte Sabine Sandow aus dem Havelland einen Baukurs in ihrer Heimat...... Und welch schöneren Ort als Ribbeck im Havelland kann es geben? Der Marienhof, ein kleiner Kinderbauernhof auf den Ländereien des berühmten Herrn von Ribbeck bot uns alles, was wir zum Gelingen eines schönen Baukurses brauchten.

Hier einige Bilder von diesem Kurs:

Schon bei der Ankunft auf dem Marienhof begrüßten einen die verschiedensten Tiere mit ihren Rufen. Ob Gockel, Hund, Gans, Ente, Esel oder Schwein. Allen schien es hier gut zu gehen, denn täglich kommen hier viele Kinder vorbei, um sich diese Tiere anzusehen, mit ihnen zu schmusen und sie kennen zu lernen.

 

 

Unsere Werkstatt richteten wir in der ehemaligen Scheune des Gutes ein, die jetzt als Aufenthaltsraum und Speisesaal genutzt wird. Auch wir aßen direkt neben den Werktischen und hatten so eine sehr intensive, aber auch sehr schöne Bauatmosphäre. Die Gruppe wuchs schnell zusammen und gegenseitige Hilfe, wie hier beim Bohren der Saitenlöcher war selbstverständlich.

 

 

Die drei Kinder, die mit ihren Eltern gekommen waren, um beim Bau ihres Instrumentes mitzuhelfen, waren die meiste Zeit fleißig bei der Arbeit. Und wenn mal eine Pause nötig war, dann waren die Tiere nicht weit.

 

 

 

 

 

Die Tiere inspirierten Christoph so sehr, daß er anstelle einer Schnecke einen Adlerkopf an den Hals seiner kleinen Bassgeige schnitzte. Eine schwierige Arbeit für einen Jungen in seinem Alter, aber das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überhaupt wurde in diesem Kurs recht kreativ gearbeitet und es entstanden sehr unterschiedliche Motive bei den Schall-Löchern und auch bei den Schnitzereien.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Zuleimen der Instrumente war ein spannender Arbeitsschritt, denn alle Zwingen mußten schnell und zügig angebracht werden und gleichzeitig an der richtigen Stelle pressen.

 

 

 

 

 

 

Christian prüfte hier vorher noch mal ganz genau, ob alles so war, wie er es vor dem Zuleimen haben wollte.

 

 

 

Als der Korpus zugeleimt war und man erstmals den Korpus in seiner vollen Größe sehen konnte, stand einigen das glückliche Gefühl über die Fertigstellung des ersten Teiles deutlich ins Gesicht geschrieben.

 

 

 

 

 

 

Als alle Holzteile fertig waren konnten sie geölt werden. Die nötige Trocknungszeit über Nacht nutzten wir, um ein kleines “Richtfest” mit viel Musik, Tanz und Gesang zu feiern. Sören Wendt, der Referent des Spielkurses (der Spielkurs fand leider wegen zu wenig Anmeldungen nicht statt) kam an diesem Abend zu Besuch und feierte mit uns die gelungene Fertigstellung aller Instrumententeile. Seine Musik bereicherte diesen Abend auf besonders schöne Weise.

 

Und dann ging es an das Aufziehen der Saiten. Eine kniffelige Arbeit, die ihre Zeit und viel Geduld brauchte.

 

 

Als dann die ersten Harfen fertig besaitet, gestimmt und bespielbar waren, gab es kein Halten mehr. Überall auf dem Bauernhof saß jemand mit seiner neuen Harfe im Arm und freute sich daran, die ersten Melodien spielen zu können. Für uns immer der schönste Moment in einem Baukurs.

 

Hier noch einige Details, der entstandenen Harfen.

 

 

 

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Sabine bedanken, ohne deren Organisation dieser Kurs nicht stattgefunden hätte. Wir hoffen, daß wir einen Termin für das nächste Jahr finden werden um dann wieder einige schöne Tage auf dem Marienhof verleben zu dürfen.