Die Scherrzither

Diese Zither ist in ihrer Form den frühen Konzertzithern schon sehr ähnlich, wird aber noch mit Plektron gezupft. Die Begleitsaiten -im Quintabstand zum Grundton gestimmt- bilden nach wie vor noch den Bordun für die Melodie, die aber schon wie bei den heutigen Zithern mit der linken Hand z.T. auch mehrstimmig gegriffen wird. Die große Anzahl der Begleitsaiten gibt dem kleinen Instrument einen kräftigen und vollen Klang. Diese Zither wurde hauptsächlich in den Alpenregionen Bayerns und Schwabens gespielt und ist ein direkter Vorläufer der heutigen Konzertzither.
Das Besondere an diesem Instrument ist das Griffbrett, dessen Bünde so angeordnet sind, das die ersten drei der fünf gleichgestimmten Melodiesaiten über ein diatonisches, die übrigen zwei über ein zweites Griffbrett laufen, dessen Bünde ähnlich den schwarzen Tasten des Klaviers das Spielen zusätzlicher Halbtöne ermöglichen