Adventsnewsletter 2021

Liebe Freunde der Klangwerkstatt, liebe Kunden,

wir haben uns entschieden, in der Adventszeit noch einmal ein Lebenszeichen zu senden und ein wenig aus dem Werkstattalltag zu berichten. Nachdem wir Ende Juli und im August eine schöne Auszeit genießen durften (wir berichteten im letzten Newsletter davon), sind nun im Dezember unsere beiden Mitarbeiter Eva Füger und Wolfgang Dinter an der Reihe und wir halten die Stellung. Es ist doch wieder viel geschehen seit dem letzten Newsletter und das möchten wir allen Interessierten mitteilen.

Gerne möchten wir über folgende Themen erzählen:

  1. Bericht über Baukurse von September bis November 2021
  2. Warum wir manche Kurse schon Monate vor Beginn absagen
  3. Ausblick auf 2022
  4. „Aus alt mach neu“ – Großbaustelle an unserer CNC-Maschine im November 2021
  5. Geplanter Büroumbau ab 17.12.2021
  6. Sofort verfügbare Instrumente/Gebrauchte Instrumente
  7. Ankündigung Weihnachtsurlaub

 

 

Bericht über Baukurse von September bis November 2021

Nachdem unser letzter Instrumentenbaukurs im März 2020 stattfand, konnten wir nach 1,5 Jahren Anfang September 2021 bei niedrigen Inzidenzen unseren ersten Kurs wieder starten und zwar in Mals in Südtirol. Der zeitgleich geplante Raffele-Baukurs und der Spielkurs mussten zwar aus Platz– und Abstandsgründen abgesagt werden, aber der Harfenbau durfte unter 3G-Bedingungen stattfinden. Ein schöner und zugleich spannender Moment, wieder für einen Baukurs zu packen, alles herzurichten, nichts zu vergessen! Ebenfalls im September kam ein Baukurs in Thüringen in der Nähe von Gera zustande und da der gesamte Kurs inkl. Übernachtungen und Essen im Freien organisiert war, gestaltete er sich als recht ungezwungen und unkompliziert.

Nachdem der Oktober-Kurs an dem wunderschönen Ort Stoffenried abgesagt werden musste aufgrund zu kleiner Räume und Gemeinschaftsunterkünfte, lief Mitte Oktober ein Kurs bei Ingolstadt. Ab dann war wieder abzusehen und zu beobachten, wie die Zahlen steigen, so dass wir uns schweren Herzens entschlossen, den Kurs in Heidelberg abzusagen, da es sich zwar um einen sehr schönen Kursort handelt, aber eben auch um den mit den kleinsten Räumen.

Der letzte Kurs fand erst jetzt vom 18.-21. November in Burghausen an der Grenze zu Österreich statt und sowohl die Organisatoren als auch wir waren fast täglich mit neuen Regeln, geänderten Auflagen, vielen Telefonaten mit dem Landratsamt Altötting usw. konfrontiert und hatten wirklich alle Hände voll zu tun. Das war sehr anstrengend! Zum Schluss durfte er unter 2G-Regeln mit einem zusätzlichen täglichen Schnelltest für alle vor Ort stattfinden. Auch konnten nicht alle Österreicher einreisen ohne in Quarantäne zu müssen, so dass wir die gesamte Warteliste angerufen haben und sich somit unsere Liste an vorzubereitenden Instrumenten fast täglich änderte. Die spezielle Erfahrung im Vorfeld dieses Kurses, unglaublich viel Zeit mit Dingen zu vertun, die rein gar nichts mit unserer Herzensangelegenheit, dem Bauen von Instrumenten in Baukursen zu tun hatten, machte uns deutlich, dass wir in den akuten Phasen der derzeitigen Pandemie lieber keine Baukurse organisieren möchten.

 

Warum wir manche Kurse schon Monate vor Beginn absagen

Manchmal werden wir gefragt, warum wir einen Kurs 2 oder 3 Monate im Vorfeld absagen, wir sollten doch einfach noch zuwarten. Gerne möchten wir diesen Newsletter dazu nutzen, den Punkt zu erklären. Wir buchen ja bei fast jedem Kurs ein Seminarhaus dazu, in dem zumindest Übernachtungen und Essen geplant sind und meistens sogar das Bauen auch integriert ist. Bei der Buchung unterschreiben wir einen Vertrag, der auch den Passus „Stornobedingungen“ enthält. Bei manchen Häusern geht das recht unkompliziert, bei den meisten muss aber bei einer Absage ab 2 oder 3 Monaten vorher eine Stornogebühr von 50% gezahlt werden und je näher der Termin rückt, desto mehr. Jeder kennt das von Flugtickets, Hotelbuchungen etc. Bei einem Kurs 2020 ist es uns schon so ergangen. Mit anderen Worten: wir müssen jetzt im Dezember bereits eine Entscheidung für die Kurse im Februar und März treffen und das ist unglaublich schwer und kommt Kaffeesatz-Lesen gleich! So kommt es zustande, dass wir manchmal – in den Augen mancher Kursteilnehmer – zu „früh“ absagen.

 

Ausblick auf 2022

Der Kurs vom 20.-23. Januar 2022 am Bodensee ist abgesagt. Auch dort sind die Räume zu klein und die Unterkunft in Mehrbettzimmern. Außerdem ist zu erwarten, dass die Corona-Zahlen so steigen werden, dass der Beherbergungsbetrieb sowieso eingestellt werden muss. Was alle anderen für 2022 geplanten Kurse und unser Musikantentreffen über Pfingsten angeht, können wir leider noch keine Aussage machen. Wir informieren aber immer tagesaktuell auf unserer Internetseite über jede Änderung.

Zu unseren Bau- und Spielkursen: https://www.klangwerkstatt.de/kurstermine

 

„Aus alt mach neu“ – Großbaustelle an unserer CNC-Maschine im November 2021

Schon länger hatten wir das Bauchgefühl, uns Gedanken über unsere alternde CNC-Maschine machen zu müssen. Sie ist jetzt bald 18 Jahre im Einsatz, hat täglich viele Arbeiten zu meistern und war damals schon gebraucht, als wir sie kauften. Natürlich könnte man wieder auf komplett manuelle Fertigung umsteigen -zur Not im Falle eines Schadens- aber zum einen geht das nicht von heute auf morgen und auf der anderen Seite sind viele Arbeiten mit der Maschine viel genauer und präziser, als wir es von Hand je schaffen würden.

So haben wir unseren Sommerurlaub u.a. auch dazu genutzt, einige CNC-Maschinen Firmen zu besuchen, uns ein Bild zu machen und auch mal eine preisliche Vorstellung zu bekommen. Das beste Gefühl und auch den gangbarsten Weg konnte uns eine Firma in Thüringen vermitteln, so dass diese schließlich im September den Auftrag von uns bekam, ein sog. „Retro-Fit“ an der bestehenden Maschine durchzuführen. Retro-Fit bedeutet, dass die alte Mechanik überholt und die komplette Elektronik samt Kabelsträngen erneuert wird. Zuerst wurde unsere Maschine von einem Ingenieur vermessen, um evtl. Ungenauigkeiten auszuschließen und am 1. November war es dann soweit: der Monteur rückte an und arbeitete bis zum 5. November auf Hochtouren.

Wir hatten diese Phase von langer Hand geplant, keine Termine mit Kunden ausgemacht, unsere beiden Mitarbeiter ins Home-Office geschickt, damit ja nicht zu viel Staub aufgewirbelt wird, während alles offen liegt und André für Zuarbeiten immer zur Verfügung stehen konnte. Es war wirklich eine sehr spannende Zeit!! Vor allem, wenn einem die ganze Zeit im Hinterkopf der bekannte Spruch herumgeistert: „Never change a running system“. Es hat aber alles ganz prima geklappt, die Maschine arbeitet bereits wieder, André lernt sich tapfer durch das neue Programm und wir alle freuen uns, dass die Thüringer Firma wirklich einen sehr guten und soliden Job gemacht hat.

 

Geplanter Büroumbau ab 17.12.2021

Als unsere Tochter Lara 1 Jahr alt war, verlegten wir das Büro der Klangwerkstatt in unser Privathaus, da es sonst nicht mehr möglich gewesen wäre, das Muttersein und die Arbeit umeinander herum zu organisieren. Nun ist Lara 23 Jahre alt und außer Aufräumarbeiten und ab und zu mal ein Ausmisten ist in dem kleinen Zimmer nichts passiert. So haben wir uns entschlossen, dass auch hier ein „Retro- Fit“ nicht schlecht wäre! Wir wollen das Zimmer neu streichen, einen neuen Teppich verlegen, generalaufräumen und sinnvoller einrichten und gestalten. Geplant ist aber, dass die PC’s immer an bleiben, wir telefonisch nach wie vor zu erreichen sind (vielleicht nur etwas verkürzt) und somit noch bis zum 23.12. Post und Mails bearbeiten können. Der neue Teppich ist bereits bestellt, soll in den nächsten Tagen kommen und auch gedanklich arbeiten wir uns schon an das Projekt heran.

 

Sofort verfügbare Instrumente/Gebrauchte Instrumente

Da in diesem Herbst nur wenige Baukurse stattfanden, haben wir nie damit aufgehört, fertige Instrumente zu bauen und tun das gerade in diesen Wochen des Advents ausschließlich. Sollte jemand mit dem Kauf eines bereits fertigen Instrumentes bis Weihnachten spekulieren, so lohnt sich ein Blick auf unsere Internetseite unter den Rubriken „Sofort verfügbare Instrumente“ und „Gebrauchte Instrumente“. Dort stehen derzeit eine Kleine 15– saitige Harfe, eine besondere Gotische Harfe, eine Böhmische Harfe, ein Raffele und eine gebrauchte Pedalharfe zum Verkauf. Auch haben wir schon fertig gebaute Saitenspiele mit dazu passenden Taschen hergestellt (nur der Vogel als Schalloch ist schon ausverkauft, aber alle anderen gibt es noch). Weitere fertige Instrumente befinden sich in Arbeit und werden in den nächsten Tagen/Wochen eingestellt.

Einen Blick auf die Rubriken gibt es hier:

https://www.klangwerkstatt.de/sofort-verfuegbare-instrumente

https://www.klangwerkstatt.de/gebrauchte-instrumente

 

Ankündigung Weihnachtsurlaub

Vom 24.12.2021 bis einschließlich 09.01.2022 bleiben unsere Werkstatt und auch das Büro geschlossen. In dieser Zeit können wir keine E-Mails beantworten.

Ab dem 10.01.2022 sind wir wie gewohnt ab 9:00 Uhr wieder erreichbar.

 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die uns durch ein weiteres, schwieriges Jahr getragen haben, sei es mit guten Gedanken oder hilfreichen Bestellungen. Wir empfinden es keineswegs als Selbstverständlichkeit, dass es unsere kleine Firma noch gibt und dass wir alle 4 noch unseren Arbeitsplatz haben!


Eva, Wofgang, Annette & André Anfang Oktober bei einem gemeinsamen 'Betriebsausflug' zur Kartause in Buxheim und zum Blautopf.
Das Leben darf gerade in diesen Zeiten nicht zu kurz kommen!

 

Mit einem musikalischen Gruß und guten Wünschen für eine lichte und schöne Adventszeit verabschieden wir uns aus der Klangwerkstatt in Markt Wald

 

André & Annette Schubert

 

 

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