1. Newsletter 2021

 

Liebe Freunde der Klangwerkstatt, liebe Kunden,

obwohl der Januar schon fast vorbei ist, so möchten wir es uns doch nicht nehmen lassen, allen trotzdem noch ein gesundes, optimistisches und kraftvolles 2021 zu wünschen. Es wird sicherlich erneut zu einem besonderen Jahr werden, denn so wie es aussieht, lässt uns das Corona-Virus noch nicht aufatmen und wird uns noch eine Weile beschäftigen. Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass es auch 2021 viel Raum für Positives geben wird und viele schöne Momente auf uns warten.

Mit dem 1. Newsletter in diesem Jahr möchten wir gerne über folgende Punkte informieren:

  • Änderung beim jährlichen blauen Prospekt der Klangwerkstatt
  • Musikantentreffen vom 21.-24.05.2021
  • Baukurssituation/Fertige Instrumente aus der Werkstatt
  • Neuer Flyer „Theoretisches und Praktisches zu Halbtonklappen“
  • Einblick in die Geigenbauwerkstatt von Dominik Hufnagl
  • Laufende Projekte/Ausblick

 

Änderung beim jährlichen blauen Prospekt der Klangwerkstatt

Wie schon in den letzten 2 Jahren immer mal wieder angekündigt, denken wir bereits länger über eine neue Form unseres Prospektes nach. 2021 ist nun die Entscheidung gefallen. Es wird ihn in seinem bisherigen Layout nicht mehr geben, dafür in veränderter und deutlich dünnerer, papiersparender Form.


Warum machen wir das? Wir lassen jährlich 5500 Stück von den Prospekten drucken, haben aber durch viele und gezielte Nachfragen unsererseits über die letzten Jahre immer mehr die Bestätigung erhalten, dass die Gruppe derjenigen, die den Prospekt wirklich lesen und vor allem auch als einziges Mitteilungsmedium der Klangwerkstatt benutzen, sehr klein bis minimal geworden ist. Die Digitalisierung und das Medium Internet haben mehr und mehr Einzug gehalten. Auch der Newsletter wird zunehmend mehr genutzt, nicht zuletzt, um rechtzeitig über das Musikantentreffen, das Werkstattkonzert oder Aktuelles aus der Klangwerkstatt informiert zu werden.

Jeden März nach Drucklegung erreichen uns Anrufe oder Mails, doch bitte vom Postversand abzusehen und Ressourcen zu sparen. Unsere Internetseite ist das stark genutzte Medium geworden, ist inhaltlich sogar noch ausführlicher als der platzmäßig beschränkte Prospekt und jeder kann tagesaktuell alles nachschauen. Der Prospekt ist genau genommen schon kurz nach seinem Erscheinen nicht mehr „up to date“.

 

In der Zeit, in der es darum geht, unseren Kindern und Enkeln einen schönen und intakten Planeten zu hinterlassen, ist es auch uns ein Anliegen, dazu beizutragen. Ganz verzichten möchten wir auf die gedruckte Information nicht, da der Prospekt sowohl von uns als auch von vielen Harfenlehrern und Kunden als eine Art Visitenkarte weitergegeben wird. Deshalb arbeiten wir gerade intensiv an der neuen Form und sind optimistisch, das „neue Werk“ Anfang Februar zum Drucker geben zu können, damit es Anfang März rechtzeitig beim Kuvertierservice ankommt, um im März bei allen im Briefkasten zu liegen.

 

Musikantentreffen vom 21.-24.05.2021

Am 21. Januar haben wir uns beraten und zum ersten Mal laut ausgesprochen, was irgendwie jeder von uns schon seit einiger Zeit vermutet, aber immer wieder verdrängt hat:

Wir müssen das Musikantentreffen ein zweites Jahr infolge absagen.

Keiner kann zum jetzigen Zeitpunkt irgendeine Prognose über die im Mai geltenden Regeln wagen, alles wäre spekulativ. Selbst wenn wir uns schon wieder in einer Lockerungsphase befinden würden, so sind Maskenpflicht, Abstandsregeln und Hygienekonzepte sicher noch vorgeschrieben und das ungehemmte Miteinander definitiv noch nicht möglich. Wenn es denn überhaupt in kleiner, abgespeckter Version stattfinden dürfte, dann wäre es verkrampf, gehemmt und immer mit dem latenten Risiko im Rücken, dass doch einer das Virus mitbringen könnte.

All‘ diese Überlegungen haben uns zu dieser Entscheidung geführt, denn es würde alles fehlen, was unser Musikantentreffen auszeichnet und sowohl für die Teilnehmer als auch für die Referenten und uns zu einem besonderen Wochenende im Jahreszyklus werden lässt. Die Entscheidung fühlt sich einerseits sehr schmerzlich an, andererseits aber auch verantwortungsvoll und richtig.

Wir sind optimistisch, vom 03.-06.Juni 2022 wieder frei und ohne Einschränkungen ein schönes Musikantentreffen auf die Beine stellen und feiern zu können.

 

Baukurssituation/Fertige Instrumente aus der Werkstatt

Nach wie vor ist an eine Durchführung von Baukursen erst einmal nicht zu denken. Nicht nur, weil es momentan verboten ist, sondern aus ähnlichen Überlegungen heraus, wie wir sie beim Musikantentreffen schon beschrieben haben.

Durch eine Konzeptumstellung - quasi über Nacht - können wir seit März letzten Jahres fertige Instrumente in sehr kurzer Zeit bauen und so jedem Interessierten dabei helfen, den Traum nach einem eigenen Instrument zu verwirklichen. Natürlich nicht im Baukurs entstanden, was für viele unserer Kunden ein Wunsch ist, aber dennoch ein mit Liebe gebautes Instrument, eben durch uns in der Werkstatt. Wir konnten so schon viele glückliche Augen sehen, denn die Freude, endlich mit dem Spielen loslegen zu können, überwiegt dann doch.

Wir sind weiterhin bemüht, alle Bestellungen so schnell es geht zu bearbeiten. Außerdem sorgen wir dafür, dass die beiden Rubriken auf unserer Internetseite Sofort verfügbare Instrumente und Gebrauchte Instrumente möglichst immer bestückt sind, um für Kurzentschlossene auch etwas anbieten zu können. Zur Zeit stehen eine Kleine Bassgeige in braun, zwei Saitenspiele mit neu entworfenen Schall-Loch-Motiven und unser Ausstellungs-Sopranpsalter zum Verkauf. Es lohnt sich also, dort immer mal wieder vorbei zu schauen. Im Januar konnten wir leider nicht so viel einstellen, da wir wie die „Wilden“ unsere Regale aufgefüllt haben, um später einfach nur nach den richtigen Teilen greifen zu müssen. Auch sind viele neue Saitenspiele entstanden, so dass momentan wieder alle Schall-Löcher zur Verfügung stehen. Die nächsten Böhmischen Harfen sind schon besaitet, so dass sich auch da zeitnah wieder etwas tun wird.

Dieses Angebot mit den extrem kurzen Lieferzeiten gilt noch solange die Baukurse schlummern müssen. Sobald diese wieder unsere Hauptarbeit ausmachen und wir dadurch viel weniger in der Werkstatt in Markt Wald sind, werden die Lieferzeiten zwangsläufig deutlich länger.

 

Neuer Flyer „Theoretisches und Praktisches zu Halbtonklappen“

In den Weihnachtsferien haben wir die Ruhe genutzt, um ein schon länger angedachtes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Sobald eine Harfe Halbtonklappen bekommt, merken wir immer wieder, dass das für viele eine Herausforderung ist und einige Fragen musiktheoretischer Natur entstehen. Natürlich helfen die Harfenlehrer und auch wir gerne dabei, etwas Klarheit in den Dschungel der Musiktheorie zu bringen, aber oft ist man damit am Anfang verständlicherweise überfordert.

Deshalb haben wir einen neuen Flyer entworfen, mit dem wir anschaulich und einfach versuchen, die Musiktheorie speziell für Hakenharfen zu erklären (warum Klappen an Harfen sinnvoll sind, welche Klappen wann, welche Grundstimmung wann etc.). Außerdem wird erläutert, auf was rein mechanisch geachtet werden muss, wenn die Harfe mit Klappen ausgestattet ist.

Dieser Flyer steht nun allen auf unserer Internetseite als pdf-Download zur Verfügung unter dem Menüpunkt FAQ (Frequently Asked Questions).

Wer Lust zum „Schmökern“ hat, der wird ebenfalls unter FAQ eine ganze Reihe Antworten zu verschiedensten Fragen rund um Harfen, Saiten und Klappen finden. Manche davon auch als Download zum Ausdrucken und Weitergeben.

 

Einblick in die Geigenbauwerkstatt von Dominik Hufnagl

Einige wissen es bereits, für manche unserer Harfenkunden ist es noch unbekannt. Im Jahr 2003 konnten wir mit unserer Werkstatt aus den alten Werkstatträumen im Haus der Klangwerkstatt in den benachbarten, neu und sehr schön renovierten alten Stall umziehen und uns dort im Erdgeschoss einrichten. Seit 18 Jahren nun schon sind wir dankbar über die schönen Räume, in denen unsere Instrumente entstehen dürfen.

Verwirklicht hat diese gelungene Renovierung und Sanierung der Geigenbaumeister Dominik Hufnagl, der sich im 1. Stock genau über uns seine Werkstatt eingerichtet hat und dort mit 2 Mitarbeitern Geigen baut, alle möglichen Reparaturen an Geigen, Bratschen, Celli und Bässen vornimmt, Bogen neu bespannt und auch ein großes Angebot an Leihinstrumenten für Streicher aller Altersstufen bereit hält. Im Sommer gibt es immer einen Bassbaukurs in der Werkstatt.

Für ihn ist die momentane Situation ebenso eine Herausforderung wie für uns. Alles ist anders seit März 2020 und speziell in seinem Fall haben alle Orchester Zwangspause oder können nur in winzigen Besetzungen spielen.

Wir möchten diejenigen, die Lust und etwas Zeit haben, gerne einladen, seine Internetseite www.Geigenbau-hufnagl.de zu besuchen, sich virtuell in seiner schönen Werkstatt umzusehen, um so einen kleinen Eindruck davon zu bekommen wie es ist, wenn der Himmel buchstäblich voller Geigen hängt. Sollte jemand Fragen rund um Streichinstrumente haben, dann ist er bei Dominik Hufnagl gut aufgehoben und bekommt immer einen fachmännischen Rat.

   

 

Laufende Projekte/Ausblick

Durch Anregung des leidenschaftlichen Raffele-Spielers und Musiklehrers Gernot Niederfriniger aus Mals in Südtirol, ist in den letzten 3 Monaten der Prototyp eines Bordun-Raffele entstanden, was als Erweiterung/Variante zu dem von uns bisher angebotenen Raffele dazukommen soll. Noch ist es zu früh, um es ins Repertoire aufzunehmen. Gernot wird den Prototyp in den nächsten Tagen von uns bekommen, probe spielen und Veränderungsideen aufzeigen. Wenn es sich bewährt, dann entsteht ein Prototyp 2.0 und so tasten wir uns langsam an die Form, den Klang und die Quailtität heran, bis es so ist, wie wir es haben wollen. Es wird dann irgendwann auf unserer Internetseite als neues Instrument auftauchen. Da es sich bei so einer Neukonzeption immer um einen langwierigen Prozess handelt, bitten wir darum, von Nachfragen noch abzusehen. Wenn es soweit ist, lassen wir es alle auf der Internetseite wissen.

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass wir die 4 möglichen Schall-Löcher beim kleinen, 10 – saitigen Saitenspiel um 2 weitere Motive erweitern konnten. Zusätzlich zu Vogel, Pferd, Delfin und Welle sind nun auch eine Katze und ein Igel zu haben. Wir werden beobachten, wie die neuen Motive ankommen, um dann zu entscheiden, ob wir sie beibehalten oder nicht.

 

 

Hiermit möchten wir den doch sehr lang gewordenen 1. Newsletter für 2021 beenden. Da aber so viele immer auf die anderen Newsletter geantwortet und bekundet haben, wie schön es sei, einen Einblick in die momentane Situation der Werkstatt zu bekommen, fühlten wir uns ermutigt, das neue Jahr mit einer umfassenden Beschreibung zu beginnen.

Wir wünschen allen alles Gute und senden viele musikalische Grüße aus der Klangwerkstatt in Markt Wald

André & Annette Schubert

 

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