Neuigkeiten nach den Sommerferien 2020

Liebe Freunde der Klangwerkstatt, liebe Kunden,

 

mit diesem Newsletter und einem Cartoon aus unserer regionalen Mindelheimer Tageszeitung melden wir uns zurück aus der Sommerpause und hoffen sehr, dass nicht alle – wie auf dem Bild zu sehen – erschreckt davon laufen, sondern guten Mutes den Kontakt mit uns suchen.

 

Kurzer Rückblick März – August 2020:

Die letzten Wochen und Monate haben uns doch viel Kraft abverlangt, so wie es wahrscheinlich vielen Menschen ergangen ist. Wir haben sehr viel Energie darauf verwendet, alle Bestellungen so schnell es irgend geht zu bearbeiten, haben fertige Harfen und andere Instrumente gebaut wie die Weltmeister und immer wieder den Kontakt zu allen gesucht und gehalten, um jedem Musikant so schnell wie möglich zu seinem Instrument zu verhelfen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass der letzte Baukurs Anfang März stattgefunden hat und seitdem „nur“ noch der Bau durch uns in unserer Werkstatt möglich war und nicht durch die vielen Teilnehmerhände während der Baukurse.

Wir mussten immer daran arbeiten, im Kopf mehrere Schritte voraus zu sein und – ähnlich wie bei einem Tornado – versuchen einzuschätzen, in welche Richtung könnte sich die Lage entwickeln, wo müssen wir noch mehr Energie zugeben, wo sind wir auf einem guten Weg, wohin dreht sich der Wind. Unzählige Telefonate mit den Kursorganisatoren und Seminarhäusern waren notwendig, da bis zum Jahresende fast alle Kurse abgesagt sind, Ersatztermine für Klappenmontagen mussten in unserer Werkstatt gefunden werden und…und…und

Somit waren wir Ende Juli doch recht „streichfähig“, was uns dann letztendlich in unserer Entscheidung bestärkt hat, eine Pause zu machen und nicht durch zu arbeiten. Wir haben viele schöne Tagesausflüge mit dem Tandem durch hiesige Wälder und das Unterallgäu rund um unser Dorf unternommen, haben unseren Frühapfelbaum abgeerntet und zu 150 Litern Saft und 15 Kg Apfelmus verarbeitet und öfter unseren Pizzaofen im Garten eingeheizt. Die letzten 3 Urlaubstage waren wir dann mit unserem knallroten Lloyd-Oldtimer in Tirol, sind die Silvretta-Hochalpenstraße gefahren und haben auf 1800m an einem Bergsee auf einem winzigen Campingplatz unsere Tochter mit ihrem Freund besucht. Anschließend fuhren wir dann ganz gemütlich über den Arlbergpass und durch das Lechtal zurück.

 

    

 

Ausblick bis ins nächste Jahr

Seit dem 20.08.2020 sind wir wieder in Werkstatt und Büro aktiv und bereit, mit neuem Elan und frischer Kraft bis Weihnachten durchzustarten. Wir stehen gerne telefonisch zu den gewohnten Zeiten zur Verfügung, beantworten und bearbeiten Mails und bauen auch wieder Harfen und andere Instrumente. Wir werden weiterhin versuchen, alles möglichst zeitnah zu erledigen, Fragen zu beantworten und für alle als Ansprechpartner da zu sein.

Einen extra Gedanken möchten wir dem Thema „Baukurse“ widmen: wie bereits geschrieben, hat der letzte Kurs Anfang März stattgefunden und fast alle Kurse sind für dieses Jahr abgesagt. Wir sehen immer noch in den Kursen unsere Hauptaufgabe und Berufung und es gibt fast nichts Schöneres, wenn nach dem Besaiten im Kurs die ersten Klänge aus dem Instrument heraus gezaubert werden! Nicht umsonst fließen bei manchen Teilnehmern in dem Moment sogar ein paar Tränen, weil es eben ein ganz ganz besonderer Augenblick ist – die Geburt des selber gebauten Instrumentes. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, dass wir bald wieder Kurse durchführen können und 2021 ist schon fest in der Planung. Viele Gespräche und Erwägungen laufen bereits.

Trotzdem müssen wir als Veranstalter alle Vorschriften und Hygienekonzepte einhalten. Jeder Kurs wird damit zu einem „Spiel mit dem Feuer“, denn es gibt ja auch noch die menschliche Verantwortung. Da die Baukurse keine regionalen Treffen sind, sondern die Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich, Schweiz, England, Holland etc. angereist kommen, reicht ein Funke, der viele verstreute Feuer entfachen kann. Es gilt für uns, mit jedem Organisator, mit jedem Haus die Risiken abzuwägen, die räumlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen, die nahende kalte Jahreszeit zu bedenken, die ein Ausweichen nach draußen schwierig macht und zum Schluss unser Bauchgefühl zu befragen.

Wir können keine Prognose stellen, wir wissen nicht, wie weit die Infektionszahlen wieder steigen werden, ob und was es für Einschränkungen erneut geben wird, ob ein Impfstoff gefunden werden kann…. Wir können aber hoffen, dass es bald wieder möglich sein wird, Kurse zu halten und die dann auch mit dem „Drumherum“ ausstatten zu können, was die Kurse mit auszeichnet: menschliches Miteinander, kein Abstand, Nähe ohne Unbehagen, Gemütlichkeit, Zusammenarbeit, alle in einem Haus essen, schlafen, arbeiten, tanzen, singen, feiern können usw.

Vorerst bleibt aber nur die Option, dass wir fertige Instrumente bauen und die Lieferzeiten so kurz halten wie noch nie. Gerade jetzt im Herbst, wenn das Musikschuljahr und für viele damit der Unterricht beginnt, wollen wir es ermöglichen, dass jeder schnell zu seinem Instrument kommen kann. Wenn also jemand die Nachricht bekommt, dass sein gebuchter Baukurs ausfällt, dann soll das auf keinen Fall das Ende des Unterrichts oder des Musikmachens sein, dann bitte einfach mit uns Kontakt aufnehmen, wir werden eine Lösung finden.

In diesem Zug möchten wir gerne auch noch einmal auf die Rubriken Sofort verfügbare Instrumente und Gebrauchte Instrumente aufmerksam machen. Unter beiden Punkten werden in diesen Zeiten vermehrt Instrumente von uns eingestellt.

Wir blicken nach wie vor zuversichtlich in die Zukunft und wünschen uns und Euch/Ihnen, dass wir alle gemeinsam die positiven Seiten unseres Lebens nicht vergessen, sondern diese ganz besonders wahrnehmen und genießen.

Mit vielen Grüßen aus der Klangwerkstatt Markt Wald

Annette und André Schubert mit unseren Mitarbeitern Eva Füger und Wofgang Dinter

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