Instrumente

Alle beschriebenen Instrumente werden in unserer Werkstatt hergestellt. Die Lieferzeiten liegen je nach Instrument zwischen wenigen Wochen und 6 Monaten.

Wir verwenden für unsere Instrumente einheimische Hölzer, vor allem Birnbaum, Elsbeere, Kirsche, Ahorn, Zwetschge und Fichte. Mehr zu unseren Tonhölzern …

Alle Instrumente können aber auch im Rahmen eines Baukurses unter unserer Anleitung selbst gebaut werden.

Preise jeweils inklusive 19% Mehrwertsteuer, gültig bis 19. März 2017. Kurzfristig notwendige Änderungen behalten wir uns vor.

Harfen

Allen Harfen, die in den Baukursen und in unserer Werkstatt entstehen, liegt ein gemeinsames Konzept zugrunde. Es sind Instrumente, die zu ihrer Zeit von umherziehenden Musikern gespielt wurden und die dementsprechend leicht gebaut waren. Die Möglichkeit, Halbtöne zu erzeugen, wurde bei einigen Harfentypen musikalisch gar nicht gebraucht, bei anderen wurde sie so einfach wie möglich gestaltet, um das Gewicht einer komplizierten Halbtonmechanik zu sparen und trotzdem mit der musikalischen Entwicklung Schritt halten zu können.

Derart ausgerüstet, hatten die Hakenharfen bis in die Mitte des 20. Jh. hinein bei umherziehenden Musikanten ihre Stellung in der Liedbegleitung, der Tanz- und Volksmusik. Wir fühlen uns dieser Tradition des Musizierens verpflichtet und sind gleichzeitig bestrebt, die Klangbilder dieser alten Instrumente nicht aussterben zu lassen. Wir bauen unsere Harfen deshalb so leicht, wie es die vergleichsweise geringen Saitenspannungen eben noch zulassen, orientieren uns aber, was das Saitenmaterial und die Umstimmvorrichtungen angeht, an den heutigen Möglichkeiten, um auch den Erwartungen heutiger Musiker an ihr Instrument und die Qualität des Tones gerecht zu werden.

Mit der leichten Bauweise und den geringen Saitenspannungen bekommen unsere Harfen einen feinen, silbrigen und obertonreichen Klang, der lange im Raum bleibt und eine große Tragweite besitzt.

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Psalterien

Diese Instrumente sind in vielfältigen Formen seit dem 11. Jahrhundert im Abendland bekannt und haben gegen Ende des 14. Jh. eine Blütezeit erlebt.

Über einem Resonanzraum laufen parallel zur Resonanzdecke mehrere Saiten, die mit den Fingern gezupft oder mit einem Plektron oder Schlägel angeschlagen werden. Die Psalterien haben kein Griffbrett und unterscheiden sich dadurch grundsätzlich von anderen Zupfinstrumenten wie Laute, Zither, Gitarre. In einer der Harfe angenäherten Form (Spitzharfe) kamen die Psalterien im 17. und 18. Jh. in Europa wieder zu Ehren. In der Trapezform sind Psalterien heute als Hackbrett vor allem in der Volksmusik des alpenländischen Raumes und als Cymbal auf dem Balkan in Gebrauch.

Psalter und Cymbal sind die Urformen zweier Instrumentaltypen, die das Musikleben des Abendlandes weitgehend beeinflußt haben: nämlich des Cembalos (gezupfter Ton) und des Hammerklaviers (geschlagener Ton).

In der vorliegenden Form, Stimmung und Spielweise sind unsere Instrumente zwar Neuentwicklungen, im Prinzip aber sind sie die Wiederentdeckung dieser mittelalterlichen Psalterien.

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Monochord

Das Monochord ist eines der Instrumente, die schon im Altertum verwendet wurden. Am bekanntesten sind die Arbeiten des Pythagoras, der mit Hilfe des Monochordes die Beziehungen zwischen Musik und Mathemathik beweisen konnte. Aber auch schon vor Pythagoras wurde das Monochord in der Musiktheorie, Harmonik, Astronomie, Architektur und Meditation in nahezu allen Ländern der Welt verwendet. In neuerer Zeit hat das Instrument auch in die Musiktherapie Einzug gehalten und wird dort vor allem durch seinen obertonreichen Klang sehr geschätzt.

‚Monochord' bedeutet im eigentlichen Sinn ‚eine Saite'. Im Laufe der Entwicklung hat sich aber unter diesem Namen ein Instrument herausgebildet, das sehr viele Saiten besitzen kann, die aber alle auf ein und denselben Ton gestimmt sind. Man bringt sie zum Schwingen, in dem man mit den Fingern leicht über sie hinwegstreicht und so die einzelnen Saiten nacheinander anzupft. Dieses zeitlich versetzte Anzupfen der Saiten bewirkt, daß sich Schwingungen der Grundtöne in regelmäßigen Abständen überschneiden und dadurch neue Schwingungen -die Obertöne- sehr deutlich hervortreten und mehr als bei anderen Instrumenten hörbar werden.

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Streichinstrumente

Die Technik, Musikinstrumente mit Hilfe eines Bogens zum Schwingen zu bringen, ist nicht so alt wie andere Methoden der Klangerzeugung. Der Ton aber, der durch das Anstreichen der Saiten entsteht, ist etwas ganz Eigenes.

Die Weiterentwicklung der Streichinstrumente in den letzten Jahrhunderten hat enorme Veränderungen des Klangcharakters, der Lautstärke und der Form der Instrumente mit sich gebracht.

Mit unseren Streichinstrumenten zeigen wir einen kleinen Bereich dieses vielschichtigen Gebietes auf.

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Zithern

Wie schon bei den vorher beschriebenen Instrumentengruppen geht es uns auch mit den Zithern darum, Klangbilder zu erhalten, die im Zuge von instrumentenbaulichen und spieltechnischen Fortschritten in Vergessenheit zu geraten drohen. Aus diesem Grund sind die nachfolgend beschriebenen Instrumente alles Zithertypen, die ihre musikalische Blüte vor der heutigen Konzertzither hatten, sich aber in kleinen Enklaven als aktuelle Volksmusikinstrumente erhalten haben und noch heute in Gebrauch sind.

Sucht man nach den Ursprüngen der Zitherfamilie in Europa, so stößt man auf das Scheitholt, das als eine der ersten "Zithern" seinen Weg aus dem Slawischen Raum nach Europa fand und sich dort in den verschiedenen Ländern und zu unterschiedlichen Zeiten weiterentwickelte, so daß es eine Vielzahl von verschiedenen Zithertypen gibt.

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Gebrauchte Instrumente

Von Zeit zu Zeit werden uns gebrauchte Instrumente angeboten, die vor Jahren in unseren Baukursen, oder auch in unserer Werkstatt entstanden sind. Da es uns ein inneres Anliegen ist, daß die Instrumente nicht nur herumstehen, sondern rege gespielt werden, versuchen wir bei der Vermittlung zu helfen, in dem wir hier auf unserer Website Bilder einstellen und auch den Kontakt zum Verkäufer ermöglichen. Auf diese Weise haben schon viele Instrumente schnell und unbürokratisch einen neuen Besitzer gefunden und sind wieder im täglichen Gebrauch.

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